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Aktuelles aus Gemeinde und Region Es gibt in jedem Jahr Lieder, die gehen ins Ohr und bleiben da auch drin für eine Zeit: Ohrwürmer eben. Im Radio ist es ein rhythmische Sommerhit oder das gefühlvolle Lied zur Weihnachtszeit. Solche Hits gibt es auch unter den neueren Liedern in der Kirche. Derzeit singe ich oft, im Gottesdienst und mit den Konfirmanden: „Wie ein Fest nach langer Trauer“. Es geht so weiter: „Wie ein offnes Tor in einer Mauer“ und „Wie ein Brief nach langem Schweigen“. Die Mauer des Schweigens bekommt ein Loch, zum Tor geweitet. Ein lange erwarteter Brief trifft ein. Eine Lösung ist in Sicht. Der Weg dahin ist manchmal steinig. Es gibt wirklich verfahrene Situationen: Ein Kontakt zu einem Freund bricht einfach ab. Ein Pate, der sich immer aufmerksam gekümmert hat, meldet sich nicht mehr. Man trifft jemanden im Dorf, der immer freundlich grüßte; jetzt aber schaut er weg und wechselt die Straßenseite. Was ist passiert? Oft kommt man selbst nicht drauf. Oder kann sich nicht erklären, wenn man sich selbst so verschließt. In jedem Ort gibt es solche verfahrenen Nicht-Kontakte, in Familien, in Vereinen, auch in unserer Kirchengemeinde. Nach 1 ½-Jahren als Ihr Pastor spüre ich auch in unserer Agathengemeinde, dass es Ereignisse aus der Vergangenheit gibt, die verstummen lassen oder Türen schließen. Trauer und Zorn begegnen mir dann. Man kann sich allerdings auch gut einrichten in dieser Trauer. Wie bekommt man aber die Tür wieder auf, wenn man es will? Im Refrain gibt mein Ohrwurm-Lied der Sache einen Namen: „Versöhnung“. Im Herkunftswörterbuch wird dieses Wort aus der Rechtssprache mit „Wiedergutmachen“ übersetzt. Einmal einen Strich ziehen unter das, was geschehen ist, die Tür wieder einen Spaltbreit öffnen, ein Geschenk zum Geburtstag, das überrascht. „So ist Versöhnung!“ Schwer zu machen, aber wenn man ehrlich zu sich ist, dann sehnt sich jeder danach. Zur Not geht das auch ohne den anderen. Es gibt einen evangelischen Feiertag, der leider seit 1994 nicht mehr durch den Staat geschützt wird. Ich spreche vom Buß- und Bettag. Kein Tag für Sack und Asche. Aber ein Tag, bei dem jeder sein Päckchen an Unfrieden, das er zu tragen hat, mit in die Kirche nehmen und Gott davon im Stillen erzählen kann. Und Gott wird daraus etwas Gutes machen, es „wieder gut machen“. Das Sakrament der Versöhnung, das Abendmahl, wird in diesem Gottesdienst angeboten. Und wer eine evangelische Beichte, als Einzelgespräch mit anschließender „Lossprechung“ von der Last wünscht, kann sich an jeden Pastor und an jede Pastorin wenden mit diesem Wunsch. Sind Sie am Bußtag dabei, am 16.November, um 20.00 Uhr in der schönen, alten Kirche zu den 10 000 Rittern in Lenthe? Weil in dieser Zeit die Pfarrstelle in Benthe-Lenthe noch nicht besetzt ist, bieten wir diesen Gottesdienst zentral auch für Leveste und für Gehrden dort an. Dann erwartet Sie Pastor Wichard von Heyden mit einem team. Ihr/ Euer
Kirchenvorsteher/ -in gesucht! Nach dem Artikel in der letzten „Brücke“, in dem ich über die Aufgaben unseres Kirchenvorstandes informiert habe, wende ich mich noch einmal an Sie. Unsere Agathengemeinde ist eine kleine, lebendige Kirchengemeinde, die nach Kräften ein buntes Gemeindeleben gestaltet und sich im Ortsleben einbringt. Unser Herzstück, unser ganzer Stolz ist die alte, wunderschöne Agathenkirche, in der wir traditionelle, aber auch neue Gottesdienste und Veranstaltungen anbieten. Diese Arbeit fördert und begleitet unser Kirchenvorstand. Zur Neuwahl des Kirchenvorstandes am 18.03. werden einige Kirchenvorsteher/ -innen nicht mehr zur Wahl stehen; jeder aus nachvollziehbaren Gründen und ohne jeden Groll. Sie machen Platz für neue Kräfte. Unserer Suche nach Kandidaten/ -innen zeigt zwar schon erste Früchte, und wir konnten Menschen aus Leveste dafür gewinnen, sich zur Wahl zu stellen. Es fehlen uns aber noch drei bist vier Personen. Wir möchten gerne die begonnene Arbeit gut fortsetzen und frische Ideen verwirklichen. Machen Sie es möglich, dass wir diese Arbeit mit Ihrem Schwung fortsetzen können und dass unsere Mitglieder durch genügend Kandidaten/ -innen auf dem Wahlzettel eine echte Wahl haben werden. Wir brauchen ja mehr Personen, als es Sitze im Kirchenvorstand gibt. Sollten Sie über diese Frage nachdenken, dann sprechen Sie mich einfach an. Telefonisch erreichen Sie mich unter 2988. Pastor Andreas Pöhlmann
siehe auch Homepage des Kirchenkreises: http://www.kirchenkreis-ronnenberg.de/angebote/
Aktualisiert: 04.10.2011
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